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Paid Content — sind die Internetnutzer bereit zu zahlen?

Paid Content für Verlage

Die GfK unter­sucht in 17 Län­dern die Zah­lungs­be­reit­schaft für Netzinhalte

Um das Ergeb­nis gleich vor­weg zu neh­men: 13 Pro­zent der 16.800 befrag­ten Per­so­nen in 16 euro­päi­schen Län­dern und den USA, die pri­vat Zugang zum Inter­net haben, wären bereit für Infor­ma­tio­nen im Inter­net zu bezah­len. Noch dif­fe­ren­zier­ter betrach­tet: 8 Pro­zent wür­den Bezahl­in­halte ohne Wer­bung akzep­tie­ren, 5 Pro­zent sogar Wer­bung akzep­tie­ren. Bei genauer Betrach­tung der Län­der ist die Zah­lungs­be­reit­schaft recht unter­schied­lich. Wäh­rend 23 Pro­zent der Schwe­den und 20 Pro­zent der Nie­der­län­der für Inhalte zah­len wür­den, sind Spa­nier (6%), Polen (5%) und Rumä­nen (4%) deut­lich zurück­hal­ten­der. Ein Zusam­men­hang zwi­schen dem Wohl­stand einer Nation und der Zah­lungs­be­reit­schaft für Inhalte kann an die­ser Stelle durch­aus unter­stellt werden.

So erfreu­lich 17 Pro­zent in den Ohren der Inhalts­an­bie­ter auch klin­gen mögen, und einige Ver­lage beju­beln ja bereits die eige­nen Paid-Content-Angebote, so täuscht die Zahl schnell über 3 wesent­li­che Punkte hin­weg: Pro­duct, Price, Place aus dem Vier­klang des Mar­ke­tings. Wel­che Inhalte, zu wel­chem Preis, über wel­che Bezahl­mo­delle tat­säch­lich ange­nom­men wer­den, lässt die Stu­die offen. Die Fra­ge­stel­lung “Sind Sie bereit für Inter­ne­tin­halte zu bezah­len?” ist ähnlich hilf­reich wie die Frage “Sind Sie bereit für Back­wa­ren zu bezah­len?”. Selbst­ver­ständ­lich würde ich für ein Stück Kuchen zah­len wol­len, wenn das Back­werk wohl­schme­ckend aus­sieht und nicht ange­brannt vor­liegt, sich der Bäcker in mei­ner Nähe befin­det und auch mein Klein­geld akzep­tiert und als Wich­tigs­tes, das Kucken­stück keine 17,99 Euro kos­ten soll.

Stu­dien zur Zah­lungs­be­reit­schaft im Inter­net gibt es wie Sand am Meer. Am Ende bleibt immer die Erkennt­nis, sexy Pro­dukt + ein­fa­ches Micro­pay­ment + ver­nünf­ti­ger Preis = erfolg­rei­ches Paid Content.

Quelle: Die zitierte Stu­die wurde im Auf­trag des Wall Street Jour­nal Europe durch­ge­führt. Dabei unter­suchte die GfK Custom Rese­arch im Herbst 2009 die Internet-Nutzungsgewohnheiten von 16.800 Per­so­nen über 15 Jah­ren in 17 Ländern.
    • Tho­mas
    • 12. Mrz. 2010

    Sehr schö­ner Arti­kel. Ich wäre auch bereit, für Luft zu bezah­len, wenn es denn wirk­lich einen Mehr­wert gibt. Erst, wenn es keine Luft mehr umsonst gibt — und das ist schwer mach­bar — würde ich auch ohne Mehr­wert zah­len. Klar, oder? ;-)

    • admin
    • 16. Mrz. 2010

    So funk­tio­nie­ren Märkte — für knappe Güter wird man zah­len müs­sen.

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