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5 Thesen für die Online-Strategie des Zeitungsverlages

10 Thesen für die Online-Strategie des Zeitungsverlages

Der­zeit qual­men Köpfe in den Chef­eta­gen deut­scher Zei­tungs­ver­lage. Das Werbe– und Ver­triebs­er­löse zurück­ge­hen, damit hat man sich mitt­ler­weile abge­fun­den. Aber wie soll man damit umge­hen? Wo sol­len neue Erlös­quel­len gefun­den wer­den? Soll das iPad alles rich­ten? Eine Stra­te­gie muss her, mög­lichst schnell. Um die Über­le­gun­gen hierzu etwas anzu­re­gen, stelle ich 5 The­sen ins Netz. Diese sind mög­li­cher­weise hilf­reich dabei, die rich­ti­gen Fra­gen zu stel­len, bevor eine Stra­te­gie ent­wi­ckelt wird.

These 1 — Der Lesermarkt-Ansatz

Zuerst der Leser­markt! Zunächst gilt es Pro­dukte zu schaf­fen, wel­che im Leser­markt ange­nom­men wer­den und für die die Nut­zer im Ide­al­fall bereit sind zu zah­len. Kri­te­rium für den Publi­kums­er­folg sind hier­bei nicht die Reich­weite in Visits oder die Anzahl der Uni­que User. Ver­weil­dauer und Zah­lungs­be­reit­schaft sind geeig­ne­tere Indikatoren.

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Ranking — Zeitungsverlage mit Facebook Fanpage (Stand vom 12.05.2010)

Ranking der Zeitungen bei Facebook

Seit dem März-Ranking hat sich erneut eini­ges getan. Der Über­ra­schungs­sie­ger ist gleich­zei­tig ein Neu­ein­stei­ger, die Sindelfinger/Böblinger-Zeitung sprang aus dem Stand von null auf Platz eins. Im rela­ti­ven Ran­king auf Basis der Fans je erziel­ter Reich­weite schnei­det die SZ/BZ mit 5,8% am bes­ten ab. Bes­ser gesagt 764 Per­so­nen mögen die Facebook-Seite des sym­pa­thi­schen klei­nen Blat­tes aus Schwa­ben. Zwei­ter Sie­ger ist Die Zeit, die mitt­ler­weile an der Ber­li­ner Mor­gen­post vor­bei gezo­gen ist.
Mit Blick auf die abso­lute Anzahl der “Mögen­den” befin­den sich Bild, Zeit und Süd­deut­sche nach wie vor unan­ge­foch­ten auf den Plät­zen eins bis drei.
Außer­dem gab es zwei wei­tere Neu­ein­stei­ger. Im April kamen Face­book­sei­ten der Han­no­ver­schen All­ge­mei­nen Zei­tung und der Leip­zi­ger Volks­zei­tung neu hinzu.
Das nächste Ran­king wird es vor­aus­sicht­lich im Juli geben. Bis dahin wer­den sich mit hoher Wahr­schein­lich­keit wei­tere Zei­tungs­ver­lage für eine Facebook-Fanseite ent­schie­den haben, denn inzwi­schen sollte sich her­um­ge­spro­chen haben, dass Face­book als Traf­fi­clie­fe­rant für Ver­lags­an­ge­bote bedeut­sam ist.

Liste der Twitterprofile deutscher Zeitungen

Twitter Liste Accounts deutscher Zeitungen

Twit­ternde Zei­tungs­ver­lage: eine Liste, nicht nur für Nachrichten-Junkies.

Heute an die­ser Stelle ein Hin­weis in eige­ner Sache. Für alle die­je­ni­gen, die gern die zwit­schernde Zei­tungs­land­schaft im Auge behal­ten möch­ten, dem emp­fehle ich meine Zusam­men­stel­lung der Twit­ter­pro­file deut­scher Zei­tungs­häu­ser. Die Liste erhebt zwar kei­nen Anspruch auf Voll­stän­dig­keit, ver­folgt aber immer­hin 210 Twitter-Accounts und dürfte damit alle wesent­li­chen Twit­ter­pro­file deut­scher Tages– und Wochen­zei­tun­gen abde­cken.
Übri­gens, die Twitter-Liste eig­net sich auch her­vor­ra­gend zur Medi­en­be­ob­ach­tung. Mit klei­ne­ren Hel­fern, wie bei­spiels­weise Listi­mon­key, beob­ach­tet man bequem Lis­ten oder Nut­zer. Fällt inner­halb der Twitter-Liste ein vor­her defi­nier­tes Schlag­wort, zum Bei­spiel ein Mar­ken­be­griff, erhält man eine Benach­rich­ti­gung via E-Mail. So dient meine Twit­ter­liste als moder­nen Aus­schnitt­dienst für Zei­tun­gen. Sollte mir ein Twit­ter­pro­fil einer Zei­tung ent­gan­gen sein, so bin ich über jeden Hin­weis dankbar.

Coupon-Dienste in Deutschland — eine Erfolgsstory?

Coupon Dienste in Deutschland

Cou­po­n­ing im Inter­net — Geschäfts­mo­dell oder kurz­fris­ti­ger Hype?

in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten sind Groupon-Dienste bereits wie Pilze dem Boden ent­spros­sen. Inner­halb von etwas mehr als einem Jahr ent­stan­den mehr als 66 Unter­neh­men, die Spar­füchse mit Rabat­ten locken. Neben den eigent­li­chen Coupon-Anbietern, die Rabatt­gut­scheine meist für eine Stadt oder Region anbie­ten, sind bereits die typi­schen Rand­er­schei­nun­gen eines jeden Internet-Trends ent­stan­den. Es ent­stan­den Aggre­ga­to­ren, wel­che die Ange­bote meh­re­rer Anbie­ter zusam­men­fas­sen. Außer­dem ent­stan­den Mas­h­ups wie Deals­Go­Round, die die ursprüng­li­che Idee bereits wei­ter gespon­nen haben und Cou­pons unter ihrem eigent­li­chen Wert wei­ter ver­kau­fen. Da sich die deut­sche Start-Up-Szene gern mal in Über­see inspi­rie­ren lässt, hat es auch nicht lange gedau­ert, bis die ers­ten Coupon-Pilze auf deut­schen Ser­vern keim­ten. Der­zeit zähle ich 8 Dienste (1. | 2. | 3. | 4. | 5. | 6. | 7. | 8.), die sich mit loka­len oder deutsch­land­wei­ten Ange­bo­ten um Kund­schaft bemü­hen. Her­vor­zu­he­ben ist an die­ser Stelle die Seite West­deal, die wohl als Ange­bot der WAZ-Mediengruppe finan­zi­ell am bes­ten aus­ge­stat­tet sein dürfte, um den deut­schen Coupon-Markt auf­zu­rol­len. Denn eines steht fest, wie das Wachs­tum auf dem ame­ri­ka­ni­schen Markt zeigt, wird der Markt schnell unüber­sicht­lich groß und zer­split­tert in eine Viel­zahl von Anbie­tern. Letzt­end­lich wird ein lan­ger Atem, in Form von viel Kapi­tal, mit dar­über ent­schei­den, wel­cher Dienst sich lang­fris­tig am Markt eta­blie­ren wird.

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Ranking — Zeitungsverlage mit Facebook Fanpage (Stand vom 16.03.2010)

Ranking der Zeitungen bei Facebook

Das letzte Ran­king liegt inzwi­schen gut einen Monat zurück. Lange genug, um einen erneu­ten Blick auf die Face­book Fan­pages der Zei­tun­gen zu wer­fen. Seit­dem habe ich drei wei­tere Zeitungs-Fanseiten ent­deckt. Neu dazu gekom­men sind die Pas­sauer Neue Presse, die Tor­gauer Zei­tung und die Freie Presse aus Chem­nitz. Gern hätte ich auch die Nürn­ber­ger Zei­tung hinzu genom­men, diese jedoch betreibt nach wie vor statt einer Fan­page ein Per­so­nen­pro­fil. Ob das jemals so gewollt war, ist schwer zu sagen aber bei über 2000 Freun­den kommt man nur schwer wie­der aus der Num­mer raus. Falls die Kol­le­gen doch noch eine Fan­seite erschaf­fen wol­len — eine aus­führ­li­che Anlei­tung gibt es hier.

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Paid Content — sind die Internetnutzer bereit zu zahlen?

Paid Content für Verlage

Die GfK unter­sucht in 17 Län­dern die Zah­lungs­be­reit­schaft für Netzinhalte

Um das Ergeb­nis gleich vor­weg zu neh­men: 13 Pro­zent der 16.800 befrag­ten Per­so­nen in 16 euro­päi­schen Län­dern und den USA, die pri­vat Zugang zum Inter­net haben, wären bereit für Infor­ma­tio­nen im Inter­net zu bezah­len. Noch dif­fe­ren­zier­ter betrach­tet: 8 Pro­zent wür­den Bezahl­in­halte ohne Wer­bung akzep­tie­ren, 5 Pro­zent sogar Wer­bung akzep­tie­ren. Bei genauer Betrach­tung der Län­der ist die Zah­lungs­be­reit­schaft recht unter­schied­lich. Wäh­rend 23 Pro­zent der Schwe­den und 20 Pro­zent der Nie­der­län­der für Inhalte zah­len wür­den, sind Spa­nier (6%), Polen (5%) und Rumä­nen (4%) deut­lich zurück­hal­ten­der. Ein Zusam­men­hang zwi­schen dem Wohl­stand einer Nation und der Zah­lungs­be­reit­schaft für Inhalte kann an die­ser Stelle durch­aus unter­stellt werden.

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Netzfundstück der Woche: Trends im Online-Journalismus

Durch Zufall stol­perte ich ges­tern über eine Prä­sen­ta­tion von Ulrike Lan­ger, die, wie ich finde, einige inter­es­sante Aspekte und Trends im Online-Journalismus zusam­men­ge­tra­gen hat. Als Best­case zum Thema “Inhalte ver­tei­len” wer­den die Face­book Fan­sei­ten von Spiegel-Online und Bild vor­ge­stellt, die zwei­fels­frei erfolg­reich funk­tio­nie­ren aber wei­test­ge­hend allein daste­hen, wäh­rend ein gro­ßer Anteil der Ver­lage auf Face­book eher erfolg­los bleibt. Trotz­dem, für alle Jour­na­lis­ten unter Euch eine lesens­werte Präsentation.

Eben­falls beach­tens­wert in dem Zusam­men­hang, Frau Lan­ger bei Twit­ter, sowie ihr Blog.

Ranking — Zeitungsverlage mit Facebook Fanpage

Wie wich­tig ist es, als Zei­tungs­marke bei Face­book aktiv zu sein?

Face­book wird als Traffic-Lieferant immer wich­ti­ger, zumin­dest in den USA. Dort hat Face­book mitt­ler­weile Google News als wich­tigste Traf­fic­quelle abge­löst. Eine Ent­wick­lung, die deut­sche Zei­tungs­ver­lage nicht kalt las­sen dürfte. Doch wie sieht es hier­zu­lande aus? Sind deut­sche Zei­tungs­mar­ken bereits in Face­book aktiv, um mög­lichst schnell von dem Trend zu pro­fi­tie­ren, der über kurz oder lang auch Deutsch­land errei­chen könnte? Ich habe eine Bestands­auf­nahme gemacht.

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9 einfache Regeln für Zeitungen — um online Geld zu verdienen

Wie-Verlage-Online-Geld-verdienen

Wie ist es in Deutsch­land um “Paid Con­tent” bestellt?

Die Zukunft der Medien in 50 Zita­ten, netz­wer­tig hat sich die Mühe gemacht, eine Moment­auf­nahme der deut­schen Medi­en­land­schaft anhand von Zita­ten zusam­men­zu­tra­gen. Die Band­breite geäu­ßer­ter Mei­nun­gen ist so groß, wie die all­ge­gen­wär­tige Ver­wir­rung, wenn es um die Zukunft der Medien und bezahlte Inhalte geht.

“Täg­li­che Nach­rich­ten auf Papier zu brin­gen, ist schlicht absurd.”

Techcrunch-Chef Michael Arring­ton auf Bur­das DLD, Januar 2009

“Wir sind über die Maßen erfolg­reich, krie­gen nur kein Geld dafür.”

Chris­toph Keese, bei Axel Sprin­ger zustän­dig für Public Affairs, über Ver­lage im Inter­net, Februar 2009

“Klar muss dabei sein: Der Stel­len­ab­bau ist unvermeidlich.”

Handelsblatt-Blogger Tho­mas Knüwer zitiert aus einer E-Mail eines Res­sort­lei­ters der Süd­deut­schen Zei­tung, Novem­ber 2008

Ich möchte nicht behaup­ten, das Ei des Kolum­bus gefun­den zu haben. Den­noch möchte ich an die­ser Stelle neun Vor­schläge zur Dis­kus­sion stel­len, die ver­schie­dene Lösungs­an­sätze zusam­men­fas­sen.

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Ranking — Zeitungsverlage mit Edelprofil (Stand vom 10.02.2010)

meinVZ– und studiVZ-Edelprofile deut­scher Zei­tungs­ver­lage (Nr. 2)

Das Fan­wachs­tum von Edel­pro­fi­len folgt offen­sicht­lich einer mathe­ma­ti­schen Kon­stante. Seit dem letz­ten Ran­king gab es kaum Bewe­gung auf den Plät­zen. Ham­burg ist nach wie vor unan­ge­foch­te­ner Spit­zen­rei­ter bei der abso­lu­ten Anzahl der Fans. Soest behaup­tet sei­nen Platz 1 mit der pro­zen­tual größ­ten Anzahl von Fans je Ein­woh­ner, dicht gefolgt von Ros­tock. Auch bei der durch­schnitt­li­chen Anzahl der Freunde, die jeden Tag hin­zu­kom­men, gibt es kaum Bewe­gung. Groß­städte wach­sen über­pro­por­tio­nal schnel­ler als klei­nere Städte. Bleibt es bei der Ent­wick­lung, wird sich der pro­zen­tuale Anteil von Freun­den je Ein­woh­ner aller Edel­pro­file im Herbst bei ca. 3 % bis 5 % einpegeln.

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